Robin Hood
12:282010
Ridley Scott ist ja nun auch schon seit geraumer Zeit auf Blockbuster jedweder Art abonniert. Nach dem überwältigenden Erfolg von Gladiator war es denn auch nur eine Frage der Zeit, wann sich die Wege des damaligen Hauptdarstellers Russell Crowe und eben Scott bei einem – natürlich – historischen Stoff wieder kreuzen würden. Dabei muss das historisch natürlich sofort relativiert werden, handelt es sich bei Robin Hood doch ohnehin um eine lose Melange einiger historischer wie eher zeitgenössischer (Walter Scott, Disney u.a.) Mythen, der das Dream Team nun eine eigene, natürlich keineswegs korrektore Deutung der altbekannten Geschichte entgegen setzen möchten. Erzählt wird die Geschichte wie es dazu kam, dass Robin als Vogelfreier in den Wäldern von Sherwood Forrest leben wird. Dazu wird Prinz John ein klein wenig weniger beschränkt als sonst, König Richard ein wenig weniger moralisch unangreifbar dargestellt. Im Übrigen wird Richard auch nach einigen wenigen Filmminuten dahin gerafft werden. Robin ist keineswegs adlig, sondern rutscht nur durch eine Verkettug dummer Zufälle in den Besitz des Titels und an die Seite von Jungfer Marianne. Dieselbige wohnt in einem Haus mit schönen Glasfenster, wärmt sich am lauscheligen Kamin und greift – bei Bedarf – auch selbst zum Schwert, um England zu verteidigen. Letztes übrigens besonders unfreiwillig komisch (und wer beim Zählen der Anachronismen ins Schwitzen kommt, wird sicher auch Freude an den Landungsbooten haben, mit denen die französischen Invasionsarmee versuchen wird, England zu erobern).
5.0 von 10
0 Kommentare