Brothers

10:33

2009

Sam (Toby Maguire) und Jake (Jake Gylenhaal) sind Brüder. Jake ist Straftäter im Wiederholungsfall und gerade wieder auf freiem Fuss. X hingegen schlug, wie auch schon sein Vater, die Karriere eines Berufsoffiziers ein. Als erfahrener Kämpfer muss er oft Frau (Natalie Portman) und Töchter zurücklassen, wenn es einmal mehr gilt, die Freiheit der Nation in der Ferne zur verteidigen. Zumindest in den Augen des Vaters, für den ohnehin nur aus dem einen Sohne etwas Anständiges und Aufrechtes geworden ist, während der andere mittels gezielter kleiner Herabsetzungen fortwährend provoziert wird. Sam scheint in seiner kühlen distanzierten Art nicht unbedingt der Mensch für die grossen Gefühle zu sein. Fast schwingt ein wenig Vorfreude mit, als er den Einsatzbefehl nach Afghanistan erhält. Es geschieht was geschehen muss, der Hubschrauber, in dem Sam einen Kampfeinsatz fliegt, wird abgeschossen, das Militär muss annehmen, einen tüchtigen Offizier verloren zu haben. In der Heimat wird mit militärischen Ehren grosser Abschied genommen. Die alten Wunden brechen einmal mehr und stärker wieder auf, nun, da der Held der Familie gefallen ist. Jake verarbeitet den Verlust einmal mehr auf seine Art, trinkt und muss spätnachts aus einer Bar ausgelöst werden. Dann aber beginnt ein seltsamer Verwandlungsprozess. Vom Vater angeregt, welcher eine abfällige Bemerkung über die Kücheneinrichtung macht, beginnt Jake sich erst dem Haus, dann der darin wohnenden Familie anzunehmen, mit den Kindern zu spielen, Ihnen die Vaterfigur zu geben, welcher Sam niemals sein konnte.

Währenddessen erfährt Sam in Afghanistan eine grausame Kriegsgefangenschaft. Die perfide Logik der Terroristen verlangt von ihm, seinen Untergegebenen zu ermorden, um zu seiner Familie zurückzukehren. Doch sowohl er als auch seine Familie sind nicht mehr dieselben. Sam, von seinen Kriegserlebnissen noch mehr introvertiert und eigenbrötlerisch, die Familie, welche durch den Brudern eine alternative Möglichkeit von Familie vor Augen geführt bekam.
Das alles wird für einen amerikanischen Film erfrischend schlank erzählt, der Pathos bleibt in der Kiste, auch wenn die Bösen im fernen Osten natürlich klar lokalisiert sind. Der eigentliche Konflikt geschieht jedoch im inneren der Familie und dies ist auch das eigentlich spannende. Die kammerspielartige Reduktion auf wenige Spielorte und Charaktere tut dem Film sehr gut, der es schafft, viele Fallen erfolgreich zu umschiffen und bis auf die allerletzte Szene, die man einmal mehr gut hätte streichen können, auch ohne falsche Anklagen und Abdriften in die Niederungen des Kitsches auskommt.
Ein sehr nahmhaftes (und hochdotiertes) Schauspielerensemlbe fand sich zu einem sehr bemerkenswerten Film zusammen. 

IMDB
7.0 von 10

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