The Virgin Suicides
10:531999
IMDB | 7.0 von 10
Im Zentrum der Geschichte steht die fünf Töchter von Mr. und Mrs. Lisbon, zwei Lehrern im Amerika der 70er, die in einer typischen Vorstadtidylle versuchen ihre Kinder mit rigiden Methoden zur erziehen. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive fünf benachbarter männlicher Jugendlicher, die natürlicherweise ein Auge auf die Töchter geworfen haben. Die Situation eskaliert, als eine der Töchter Selbstmord begeht.
The Virgin Suicides ist Sofia Coppolas erste Regiearbeit gewesen, mit der sie, ganz abgesehen von dem grossen Namen, den sie trägt, einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden ist. Auf den ersten Blick betrachtet dreht Coppola einen jener klassischen amerikanischen Teenagerfilme, welche die Adoleszenz versuchen mehr oder weniger humoristisch zu erklären. Auch bei Coppola kommt der Humor nicht zu kurz, jedoch ist er hier immer von einer gewissen zurückblickenden Melancholie durchweht. Die Regisseurin muss keine Witze auf Kosten der Kurzen machen. Auch das Erzähltempo ist ziemlich zurückgenommen. Das gibt Zeit, um auf viele der vorstädtischen Rituale bildlich hinzuweisen. Trotz all der Unsinnigkeiten, die dort demonstriert werden, gelingt es Coppola den Darstellern eine grosse Wärme entgegen zu bringen. Vielleicht eine Wärme gegenüber der eigenen, unwiederbringlich verlorenen Jugend. Dabei wird die Adoleszenz weniger als Akt der Reifens denn als Transition von einem Zustand zu einem anderen verstanden. Nachdem ersten Selbstmordversuch findet sich die junge Patientin im Behandlungszimmer eines vermeintlich allwissenden Arztes wieder, der sie lakonisch fragt: "What are you doing here, hon? You do not even know how bad life gets!" – "Obviously, doctor, you've never been a thirteen year old girl!".
Im Zentrum der Geschichte steht die fünf Töchter von Mr. und Mrs. Lisbon, zwei Lehrern im Amerika der 70er, die in einer typischen Vorstadtidylle versuchen ihre Kinder mit rigiden Methoden zur erziehen. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive fünf benachbarter männlicher Jugendlicher, die natürlicherweise ein Auge auf die Töchter geworfen haben. Die Situation eskaliert, als eine der Töchter Selbstmord begeht.
The Virgin Suicides ist Sofia Coppolas erste Regiearbeit gewesen, mit der sie, ganz abgesehen von dem grossen Namen, den sie trägt, einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden ist. Auf den ersten Blick betrachtet dreht Coppola einen jener klassischen amerikanischen Teenagerfilme, welche die Adoleszenz versuchen mehr oder weniger humoristisch zu erklären. Auch bei Coppola kommt der Humor nicht zu kurz, jedoch ist er hier immer von einer gewissen zurückblickenden Melancholie durchweht. Die Regisseurin muss keine Witze auf Kosten der Kurzen machen. Auch das Erzähltempo ist ziemlich zurückgenommen. Das gibt Zeit, um auf viele der vorstädtischen Rituale bildlich hinzuweisen. Trotz all der Unsinnigkeiten, die dort demonstriert werden, gelingt es Coppola den Darstellern eine grosse Wärme entgegen zu bringen. Vielleicht eine Wärme gegenüber der eigenen, unwiederbringlich verlorenen Jugend. Dabei wird die Adoleszenz weniger als Akt der Reifens denn als Transition von einem Zustand zu einem anderen verstanden. Nachdem ersten Selbstmordversuch findet sich die junge Patientin im Behandlungszimmer eines vermeintlich allwissenden Arztes wieder, der sie lakonisch fragt: "What are you doing here, hon? You do not even know how bad life gets!" – "Obviously, doctor, you've never been a thirteen year old girl!".
Der zweite Aspekt ist natürlich die Gegenüberstellung der fünf jungen Mädchen mit den fünf jungen Knaben, der geradezu lehrbuchartig die amerikanischen Paarungsrituale der weissen amerikanischen Mittelschicht demonstrieren. An einer Stelle lässt Coppola einen der Jungen fasziniert über die Mädchen sinnieren, bevor er auf seine eigene komme: "… and our job was to create the noise that fascinated them."
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